Foto: Golfpark Idstein

Montag, 25. Juni 2007

Nilgans



Die Nilgans (Alopochen aegyptiacus) ist der häufigste Wasservogel Afrikas und ist in Europa schon lange ein beliebter Parkvogel.


Auch als Wildvogel kann die Nilgans als eingebürgert gelten. Ihr Bestand ist stark steigend. Im tropischen Afrika kommen Nilgänse an den unterschiedlichsten Gewässern von Bächen bis zu sehr großen Seen vor. Genauso anpassungsfähig zeigen sich Nilgänse jetzt auch bei uns in Hessen, wo sie auf stehenden Gewässern und Feuchtwiesen, in Bach- und Flussauen, an Baggerseen und Kiesgruben, an Fisch- und Parkteichen, in Rieselfeldern und an Talsperren vorkommen. Ja wie man sieht, sogar auf Golfplätzen sind sie mittlerweile heimisch.

Auch bei der Wahl des Neststandortes sind Nilgänse nicht wählerisch und nisten mal direkt am Boden und mal auf Bäumen, aber meistens nicht weit vom Wasser entfernt. Zur Hauptnahrung der Nilgänse gehören Gräser, daneben werden Getreidefelder regelmäßig aufgesucht. Parkvögel fressen wie Stockenten auch Brot. Nilgänse gehören wie Rost- und Brandgänse zu den Halbgänsen und leben während der Brutzeit streng territorial. Dann dulden sie keinerlei andere Entenverwandte in ihrer unmittelbaren Nähe.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich nicht. Der allgemeine Farbeindruck ist gelblichbraun, doch von Nahem betrachtet ist diese Halbgans recht bunt. Auffällig sind die bemerkenswert langen rosa Beine. Die Oberseite des Gefieders ist dunkel grau- bis rotbraun. Der Kopf ist hell. Augenfleck, Halsring und Bauchfleck sind schokoladenbraun.


Die weißen Flügeldecken sind mitunter als Streifen über den Flanken sichtbar. Junge Nilgänse sind dunkler und haben noch keinen Gesichts- und Bauchfleck, aber einen dunklen Nacken und Oberkopf.

Fazit: Da sich diese schönen Tiere scheinbar gnadenlos ausbreiten, ist auf unserem Golfplatz Vorsicht geboten, damit wir zukünftig bei starker Vermehrung nicht ständig in der Gänsescheisse rumlaufen.

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